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Skijak - Ein Sport abseits von Masse und Trend - Murbefahrung - Geburt einer Tradition
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Skijak - Ein Sport abseits von Masse und Trend
Harald Strohmeier
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Murbefahrung - Geburt einer Tradition
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MURBEFAHRUNG - BEGINN EINER LEIDENSCHAFT UND GRUNDSTEINLEGUNG EINER TRADITION

1984  -  1. Abpaddeln auf der Mur zwischen St. Michael und Leoben

Für ASK-Klubobmann und Gründungsmitglied Robert Koch war es seit seinen ersten "Schritten am fließenden Wasser", die er im Oktober 1981 unter den Fittichen von "Skijak-Pionier" und Konstrukteur Harald Strohmeier auf Steiermarks Hauptfluss zwischen Göß und Leoben unternommen hatte, klar, dass Befahrungen der Mur zu einem wesentlichen Bestandteil des Paddelrepertoires der Skijaksportler werden müssten und werden würden - schon aus geografischen Gründen. War doch die Mur - neben dem Trabochersee - das am nähest liegende Wassersportrevier bzw. sogar das einzige paddelbare Fließgewässer in unmittelbarer Umgebung. Beide Gewässer hatten allerdings zu dieser Zeit mit ähnlichen Problemen zu kämpfen - der Wasserverunreinigung bzw. Sichtbeeinträchtigung. War es allerdings am Trabochersee eine fehlende Planungsmaßnahme - es fehlte das "Auffangbecken" für den viel Schwemmmaterial mitführenden Zufluss - so galt die Mur aufgrund fehlender Kläranlagen v.a. industrieller Abwässer als "größte Kloake Mitteleuropas".

Für die Wassersportler, die durch ihre bevorzugten Befahrungen von Wildwasser, wie Salza oder Enns, glasklares Wasser gewöhnt und "verwöhnt" waren, war die Befahrung der Mur speziell ab Fisching/Pölszufluß eine auch nicht ganz unriskante und wenig attraktive Aktion aufgrund fehlender Schwierigkeitsgrade. Doch Robert Koch betätigte sich schon damals als "Vordenker" und heimatverbundener Optimist und konnte gegen Ende des Jahres 1984 ein paar hart gesottene Kumpels aus dem Klub überzeugen, bei dieser ersten Befahrung zwischen St. Michael und Leoben mitzumachen.

Mit von der Partie bei dieser schon legendären Erstfahrungen bzw. dem „1. Offiziellen Abpaddeln“ des ASK Trofaiach auf der Mur bei leoben waren neben dem Klubobmann noch seine „Mitbegründer-Kollegen“ Werner Laure und Rupert Seitner auf dem ebenfalls schon legendären „Skijak-Tandem“ und die beiden Kajakfahrer Bertl Griesebner und Heinz Zulehner, ebenfalls in einem Tandem … allerdings sitzend. Schon in diesen Tagen waren also die „Sitzbootfahrer“ zu allerlei Schabernack an der Seite der „Stehbootfahrer“ bereit – ebenfalls ein Faktum, das den Klub schon bald zu beachtlicher Mitgliederstärke anwachsen ließ. Als Begleiter und Betreuer fungierte Reinhold Duda, dessen "Espresso-Treff" die Heimstätte des Vereins war.

Start zum "1. Anpaddeln des ASK" auf der Mur zwischen St. Michael und Leoben mit Skijaks (v.l.: Robert Koch, Werner Laure und Rupert Seitner) und Kajaks 
(siehe weiter oben: mit Bert Griesebner und Heinz Zulehner) - als Betreuer fungierte Reinhold Duda.

(Aus "Obersteirische Volkszeitung, 24.11.1984)

Aus der ASK-Klubchronik:

 

1985 bis 1988 – Saisonstart und -schluss wird zur Tradition

War es beim Auftakt 1984 noch ein kleines „Häufchen“ aus Klubpionieren, so beteiligte sich – analog dem steigenden Interesse und Wachstum des Klubs – im Herbst 1985 bereits eine zweistellige Anzahl an engagierten Paddlern am Abpaddeln im November.

Wie die Fotos dokumentieren, gab es beste Stimmung trotz der kühlen äußeren Bedingungen und im Anschluss daran auch ein erstes echtes „Abschlussfest“ im Espresso Treff Duda in Trofaiach.

Schon 1986 steigerte sich die Tradition und erweiterte sich um das „Anpaddeln“ zum Saisonauftakt rund um den 1. Mai des Jahres. Zwar war das Auftaktevent am 3.5.1986 von schwierigen Begleitumständen gezeichnet, denn die Mur führte nach tagelangen Regenfällen extremes Hochwasser, doch auch davon ließ sich die ASK-Truppe nicht abhalten und schaffte die Strecke von der Einstiegsstelle bei Auwald („Autobahnbaustelle“) bis zur Kremplwehr in Leoben. Hier erwies sich auch das gesteigerte Können der Skijakpaddler als vorteilhaft, denn durch die Wassersituation war die Wehr geöffnet und der Ausstieg gar nicht so leicht.

Umso spaßiger und feuchtfröhlicher ging es dann im Herbst 1986 beim Abpaddeln zu, das aufgrund der herrlichen äußeren Bedingungen, des angenehmen Wasserstandes und der Tatsache, dass auch ein Geburtstag zu feiern war, erstmals in St. Michael (unter der Autobahnbrücke) startete und viel „Action“ am Wasser brachte.
1987 wurden die Murbefahrungen im Rahmen des gesteigerten Aktivitätsprogramms des Skijaksports wieder aufgewertet, denn sowohl Saisonstart als auch der Abschluss wurden in den stark angewachsenen Aktivitäts- und Rennkalender integriert. So ging das Anpaddeln im Vorfeld zur „3. Wiener Skijak-MS“ auf der Schwarza bei Hirschwang knapp zuvor mit Teilnahme von Paddlern aus Wien über die Bühne und den Saisonabschluss bestritt man kurz nach dem „2. Wiener Skijak-Triathlon“ auf der Donau in Wien im heimischen Trofaiach mit einem sehr unterhaltsamen Abschlussfest inklusive Abpaddeln auf der Mur.
Das Jahr 1988 stand bereits im Zeichen zahlreicher Veranstaltungen zum 5-jährigen Klubbestehen und neben An- und Abpaddeln wurde erstmals auch ein Regattabewerb durchgeführt. Dabei führte eine Etappe im „Skijak-GP of Styria“ von Göß (Eisenbahnbrücke) bis zum Schwammerlturm in Leoben und es gewann der Trofaiacher Walter Zechner vor dem Wiener Reinhard Podolsky und dem Holländer Marcel De Koning, gefolgt von 3 weiteren heimischen Paddlern: Bernd Pongratz, Günther Steindl und Werner Laure.
Was aber - wie unsere Fotos zeigen - dem Unterhaltungswert beim Abpaddeln keinen Abbruch brachte ... zumal erstmals auch Erfinder und "Skijakpionier" Harald Strohmeier mit von der Partie war - im "zarten Alter" von 76 Jahren!
Historisches Abpaddeln 1988 auf der Mur zwischen St. Michael und Leoben - einzigartig mit Erfinder Harald Strohmeier (links) - mit dabei (von links nach rechts): Walter Zechner, Bertl Griesebner, Robert Koch und Günther Steindl.

Und nicht zu vergessen der wachsende Einsatz der ASK-Kanuten in Zusammenarbeit mit heimischen Institutionen zum Sensibilisieren der Umweltproblematik an der Mur und zur Verbesserung der Wasserqualität … bitte weiterlesen unter „Steiermark-Durchquerungen“ (in Kürze).