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21-03-22    Vom rauschenden Wildbach zur stinkenden Kloake

SKIJAK-ERINNERUNGEN ZUM WELTWASSERTAG

21-02-16    Ex-Skijak-Champion Petr Kakes erinnert sich

SKIJAK-STORY IN TSCHECHISCHEM WINTERSPORTMAGAZIN

 

WELTWASSERTAG UND SKIJAK-ERINNERUNGEN

Vom rauschenden Wildbach zur stinkenden Kloake

Von Robert Koch

 

Seit 1993 begehen die Vereinten Nationen (seit 2003 UN-Water) am 22. März den „Weltwassertag“, der seit seinem Start viel bewirkt hat. Heuer steht er unter dem Motto „Wert des Wassers“ und schon in den 1980-er Jahren waren Skijaksportler des ASK Raiffeisen Trofaiach maßgeblich daran beteiligt, auf die katastrophale Umweltsituation von Steiermarks Hauptfluss, der Mur, aufmerksam zu machen. Unter der Devise „vom rauschenden Wildbach zur stinkenden Kloake“ setzten sich die Skijaksportler zwischen 1984 und 1991 mehrfach den teilweise stark verschmutzten Wellen des Flusses aus und durchquerten das Land per Skijaks von Predlitz bis Graz bzw. Spielfeld.

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Während die Problematik um das Wasser weltweit eine Vielzahl von unterschiedlichsten Facetten kennt, war in der 2. Hälfte des vorigen Jahrhunderts die Qualität des Murwassers von den zahllosen Industriebetrieben entlang des Hauptflusses betroffen. Speziell die Papierfabriken in Pöls und Gratkorn sorgten für die „Verwandlung“ in eine der größten „Flusskloaken“ Mitteleuropas.

 

Schon 1984 begründete der ASK mit dem 1. Abpaddeln zwischen Hinterberg und Leoben die bis heute andauernde Tradition der „Murbefahrungen“ und schon damals wollte man die starke Umweltbelastung des Flusses nicht tatenlos hinnehmen. 1985 kam es zur ersten großen Protestaktion im Rahmen der „1. Skijak Steiermark-Durchquerung“ von Predlitz bis Spielfeld. Rund 15 Skijaksportler nahmen an der 5-tägigen Tour über 250 Kilometer in 9 Etappen teil und machten auf die Problematik aufmerksam ... zum ausführlichen Bericht!

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1986 in Kooperation mit den Steirischen Naturfreunden und 1991 mit der Gewerkschaftsjugend des ÖGB wurden diese Aktionen fortgesetzt und medienwirksam die Wasserverschmutzung akklamiert. Vor allem die Aktion mit dem ÖGB Steiermark brachte erhöhte Aufmerksamkeit in Medien und Politik, es wurden Kundgebungen vor Ort abgehalten, die Wasserqualität ständig gemessen, ein Video gedreht und die Aktivisten von Bürgermeister Stingl ins Grazer Rathaus eingeladen ... mehr dazu hier!

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Die Skijaksportler des ASK sind bis zum heutigen Tag höchst aktive Betreiber von Murbefahrungen. In den 1990-er-Jahren wurden Regatten in Ramingstein, Murau und Leoben durchgeführt und traditionell zu Saisonbeginn und Saisonabschluss gehen Paddeltouren zwischen Preg – St. Michael – Leoben in Szene. Auch an der seit 2018 durchgeführten „Mur-Challenge“ nehmen Skijaksportler regelmäßig teil und bleiben ihrer Linie treu.

Am 2. Mai 2021 wird es wieder so weit sein, wenn es heißt „angepaddelt wird“ !

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SKIJAK-STORY IN TSCHECHISCHEM WINTERSPORTMAGAZIN

Ex-Skijak-Champion Petr Kakes erinnert sich

Von Robert Koch

 

Unter dem Titel „Skijak – mit tschechischem Fußabdruck“ erscheint 2021 in der März-Ausgabe des bekannten tschechischen Wintersportmagazin „Snow“ eine ausführliche Reportage über den Skijaksport. Ex-Regattachampion und Ärmelkanalbezwinger Petr Kakes erinnert sich dabei an seine Karriere auf den „Skiern, die schwimmen können“ und legt ein eindeutiges Bekenntnis zu Vorzügen und Reiz des „Wassergehens“ ab.

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Er ist seit den 1990-er-Jahren in die USA ausgewandert, zuvor war er als Mitglied der tschechischen Skinationalmannschaft, als „Geschwindigkeitsrekordler“ unter den Amateur-Skifahrern und Olympiateilnehmer von Albertville auf „Speedski“ (Filmausschnitt ab 28,50 min.) bekannt … die Skijakszene kennt ihn aber als einen der besten und erfolgreichsten Skijaksportler der frühen Rennhistorie – Petr Kakes. Natürlich ist das Lesen der unterhaltsamen Geschichte im Wintersportmagazin nicht einfach, da der Text in Tschechisch verfasst wurde, doch Petr Kakes erläutert die wichtigsten Aussagen für uns auf Deutsch.

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Neben Daten zur mehr als 90-jährigen Geschichte des Skijaksports und seine Entwicklung finden sich in der doppelseitigen Story auch Fotos aus dem Archiv Kakes und einige unterhaltsame Episoden. So erzählt er ausführlich über das Abenteuer der Ärmelkanalüberquerung 1983 oder über sein Kennenlernen der „Wasserski“. Kakes: „Auf Einladung eines Skikollegen landete ich 1983 bei den Österreichischen Meisterschaften in Wildalpen an der Salza. Der Erfinder der Skijaks, Harald Strohmeier, startete beim Rennen 1 Minute vor mir, damals war er über siebzig Jahre alt. Wir fuhren in Abständen etwa 12 km den Fluss hinunter. Zu der Zeit wusste ich nicht, wer er war, aber ich war sehr überrascht, sogar frustriert, dass dieser immer noch aus der Sicht meines Großvaters davonlief und ich ihn nicht einholen konnte. Bei Gegenwind beugte er sich immer geschickt vor, reduzierte den Luftwiderstand und entschwand meinen Augen. Während des Rennwochenendes hatte ich jedoch die Gelegenheit, ihn zu treffen und etwas über seine Geschichte zu erfahren.“ (Anm.: 11. Harald Strohmeier 33,02 min., 13. Petr Kakes 33,07 min.)

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Er erzählt auch von seinen Erstbefahrungen in Bayern auf der Loisach, wo er die wirklich schwierigen Befahrungen lernte, und davon, dass er jetzt nach rund 40 Jahren gerne mithelfen möchte, dass die Erinnerung an diesen Sport, der seit dem Tod von Erfinder Harald Strohmeier und dem wirtschaftlichen Niedergang der Produktionsfirma leider keinen notwendigen Investor zur Neu-Produktion finden konnte, erhalten bleibt. „Skijak ist seit damals eine meiner Herzensangelegenheiten und hat mir tolle Werte für Freizeit, Sport und Alltag bis heute vermittelt.“ Kakes fährt heute noch regelmäßig in seiner Wahlheimat Oregon auf Wildwasser und möchte auf jeden Fall bei einem „Strohmeier Memorial“ – so es stattfinden kann – dabei sein.

 

Skijak ist eine ideale Ergänzung auch zum Erlernen des Skifahrens, das Halten des Gleichgewichts und das Training für die Bänder in Knie und Knöchel sind unvergleichlich. Für mich war es stets auch eine perfekte Möglichkeit, typischen Ski-Knieverletzungen oder auch den Belastungen bei Wandern und Laufen vorzubeugen!“ Auch spricht Kakes davon, dass aus seiner Sicht der sportliche Wert sehr hoch ist, egal ob auf Seen, Flüssen oder im Wildwasser. „Es ist eine gesunde und anspruchsvolle Tätigkeit, die von großem Charme und Naturverständnis begleitet wird.

 

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

Danke Petr.

Kontakt
 
Mag. Robert Koch

ASK Raiffeisen Trofaiach

Waldstraße 9

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1985 Petr Kakes im Renneinsatz auf der Salza