Chronik des Skijaksports

Historische Entwicklung & Highlights seit 1930

Namensgebung und Weiterentwicklung (1946 - 1980)

Der 2. Weltkrieg machte den meisten Erfindern in Sachen "Wasserski", "Wasserlaufschuh", "Wassergleitschuh" eine Weiterentwicklung und Verbesserung ihrer Modelle unmöglich. Das Wasserlaufen geriet weitgehend in Vergessenheit und wahrscheinlich ist es auch dadurch zu erklären, dass nach dem Krieg Konstruktionen, die den Vorkriegsmodellen glichen, als sensationelle Neuheiten Aufsehen erregen konnten.

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Einzig und allein Dipl.-Ing. Harald Strohmeier gelang es, seine „Wasserski“ von den 1920-er Jahren bis in die 1980-er Jahre kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Er und sein Sohn Helmut, der von 1975 an selbst Student der Montanuni Leoben wurde und nach und nach in die Fußstapfen seines Vaters trat, konnten daher auf Erfahrungen zurückgreifen, die andere Konstrukteure erst mühsam gewinnen mussten; ein Vorteil, der sich in der Konstruktion des Skijaks niedergeschlagen hat.

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1948 befuhr Strohmeier erstmals die Salza, dafür gleich von Gußwerk bis zur Mündung in die Enns. Dies gelang ihm mit einem 1944 verbesserten Alumodell. Es war bei gleichem Auftrieb kürzer und flacher gebaut und daher wesentlich leichter lenkbar. Dieses Unternehmen erregte in Paddlerkreisen großes Aufsehen, da es zeitlich mit dem traditionellen Paddlertreffen auf der Salza zusammenfiel. In einer Vereinszeitung wurden seine Leistungen ausführlich beschrieben und gelobt. (Mitteilungsblatt der Naturfreunde -Paddler Österreichs, Wien, 10.1948), Unzweifelhaft sorgte er für viel Aufsehen und so manch einer belächelte ihn dabei wohl ...?!

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1949 paddlerwoche salza strohmeier in ac
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Ein Jahr später wurde er vom berühmten US-Filmemacher De la Varre zu Wasserschi-Film-Dreharbeiten eingeladen und dieser zeigte sich vom jungen Obersteirer derart beeindruckt, dass er dem Sport spontan einen neuen Namen "verpasste":  S K I J A K.

Weniger produktiv dabei war allerdings ein langwieriger Streit Strohmeiers mit Filmproduzenten Hollywoods um eine ihm zugesagte Gage für seine Flussfahrten zu Filmaufnahmezwecken.

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1950 versuchte sich Strohmeier neben den bekannten Flüssen dann auf der Mur zwischen Tamsweg und Murau, 1959 wurden Isel und Möll zum ersten Mal befahren, 1968 die Lassing. Auch die Weltmeisterschaftsstrecke für Kanuten, die Lieser in Kärnten, wurde schon des Öfteren von ihm bezwungen, allerdings nicht mit Aluskiern, sondern mit den im Jahre 1964 hergestellten Skijaks aus Polyester. Zwischendurch, ab 1956, versuchte sich Strohmeier auch mit aufblasbaren Gummiskiern, die dann allerdings durch das eben erwähnte Kunststoffmodell abgelöst wurden.

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Von 1950 bis 1970 widmete sich Strohmeier der Weiterentwicklung "seines" Sportes, bald stellte er die Skijaks aus leichterem und widerstandsfähigerem Kunststoff her und konnte sie mittels Anhänger einfacher transportieren.

 

Als Harald Strohmeier 1972 in den verdienten Ruhestand bei Böhler in Kapfenberg ging, konnte er sich (fast) ausschließlich seinem Hobby widmen und mit Hilfe seines Sohnes Helmut, der ebenfalls Student der Leobner Montanuni wurde, und den Experten der Kunststofftechnik an der Uni eine moderne Produktionsanlage bauen. So konnten Skijaks, Bindungen und Paddel rationeller, billiger und nach modernsten Erkenntnissen hergestellt werden.

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