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21-06-13    100-km-Marathon auf Skijak

TROFAIACHS SKIJAK-AS WOLFGANG JUDMAIER BEI PADDELEVENT IN ESTLAND

21-06-06    5 Jahrzehnte Skijak-Reminiszenz

VETERANENTREFFEN BEI "STROHMEIER MEMORIAL"

 

TROFAIACHS SKIJAK-AS WOLFGANG JUDMAIER BEGEISTERT BEI PADDELEVENT IN ESTLAND

100-km-Marathon auf Skijaks

Von Robert Koch

In den 1980er- und 90er-Jahren hatten die Skijaksportler des ASK Raiffeisenbank Trofaiach für Furore und Bewegung gesorgt. Rund 25 Jahre später wollen die „Wassergeher“ ihren Sport nicht untergehen lassen, was die unglaubliche Leistung von Wolfgang Judmaier anlässlich des weltbekannten und längsten Paddelmarathons im estnischen Vöru bezeugt.

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Der „Vöhandu Maraton“ geht bereits in seine 16. Saison und nach coronabedingter Verschiebung auf Mitte Juni fanden sich nun wieder an die 1.200 Boote mit fast 2.500 Teilnehmern aus 24 Ländern in über 25 Kategorien ein, um die vorgegebene Strecke von 100 km in der Sollzeit von 24 Stunden zu bewältigen. Neben Ein- und Mehrsitzerkajaks, Rafts, Kanus, Schlauchbooten waren auch Stand-up-Paddler am Start und erstmalig gab es auch eine Skijak-Klasse. Und der einzige Teilnehmer dabei war der Trofaiacher Wolfgang Judmaier, der die Massen in seinen Bann zog und als „Sieger der Herzen“ in 12 Stunden und 57 Minuten als 329. die Strecke meisterte.

Judmaier: „Es war ein tolles, aber anstrengendes Erlebnis und ich versuche schon seit einiger Zeit, an diesem Bewerb teilzunehmen. 70 km der Strecke sind stehendes Flachwasser und nur 30 km fließend mit einigen Abfällen – aber die Veranstaltung ist ganz super organisiert und ich wurde von allen Teilnehmern angetrieben und großartig unterstützt!“

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Schon die Anreise hatte dem Trofaiacher, der die 1.800-Tour in den Norden allein im Kleinbus absolvierte, einiges an Problemen gebracht. In Tschechien hatte ihn ein Lkw-Fahrer übersehen und mit dem Anhänger gestreift bzw. den rechten Seitenspiegel abgerissen und in Polen steckte Judmaier in kilometerlangen Staus. Nach einer Nacht auf einem Parkplatz 100 km nördlich von Warschau erreichte er nach problemloser Weiterfahrt durch Nordpolen, Litauen und Lettland gegen 17 h am 2. Tag sein Ziel in Vöru, dem Startplatz des Marathons, wo er sofort Staunen und Neugier bei vielen Teilnehmern erregte.

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Um 7,00 h ging es am Samstag, den 12.6. am Tamula-See los und bei angenehmen äußeren Bedingungen lief das Event bestens ab. Vorteile der Verschiebung waren diesmal sicherlich die angenehmen Temperaturen und die herrlichen nordischen Lichtverhältnisse, denn auch hier sind die „hellen Nächte“ bereits spürbar. Nach dem Start am See folgten 40 km fast stehendes Flussgelände, ehe das „mittlere Drittel“ durch Fließgeschwindigkeit und einigen Abfällen und Wellen für die notwendige Abwechslung sorgte.

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Die letzten 30 km waren wieder stehendes Gewässer und der Trofaiacher Skijakfahrer lieferte sich nach der letzten Labstelle ein erbittertes Gefecht mit den Führenden der Raftkategorie, das er souverän gewann. Als Wolfgang Judmaier, der sich die Befahrung und notwendige Pausen sehr gut eingeteilt hatte, wenige Minuten vor 20,00 h im Ziel eintraf, erwartete ihn tosender Applaus und höchste Aufmerksamkeit für die unglaubliche Leistung.

 

Natürlich war ihm die Tortur anzusehen, aber im Freudentaumel der unglaublichen und viel beachteten Leistung ließ es sich der Trofaiacher nicht nehmen, die Gratulationen und Ovationen entgegenzunehmen. „Die Leute waren so begeistert und hilfsbereit, auf der ganzen Strecke bejubelten uns tausende Menschen, halfen uns bei Übertragungen und Pausen und sorgten für Labung.“ Insgesamt gab es 3 große Labestellen und viele kleine Versorgungsplätze, die einen perfekten Ablauf garantierten.

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Für die Skijaksportler geht es nun aber weiter, denn für diese Saison planen Judmaier und Co. zahlreiche Events und Befahrungen, ab sofort kann man Skijak selbst versuchen, denn im neuen „Austria Skijak Center“ gibt es jeden Mittwoch ab 18,00 h die Gelegenheit dazu. Und am 3. Juli startet ab 15 Uhr wieder der beliebte „Familienpaddeltag“ am Trabochersee. Informationen zu den Veranstaltungen gibt’s online bzw. bei Michis Seeschenke.

 

VETERANENTREFFEN BEI "STROHMEIER MEMORIAL"

5 Jahrzehnte Skijak-Reminiszenz

Von Robert Koch

 

Trofaiachs Skijakfreunde hatten gerufen … und viele waren gekommen! Es galt dem Pionier des Skijaksports, Dipl. Ing. Harald Strohmeier, zu gedenken, dessen Todestag sich 2020 zum 25. Mal jährte, und – Corona zum Trotz – fanden sich mit einem Jahr „Verspätung“ unter Einhaltung aller Auflagen mehr als 30 Anhänger des Sports zu den Aktivitäten des „Strohmeier Memorial“ ein.

Teilnehmer am Symposium
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Die Geburtsstunde des Skijaksports hatte 1930 in Kapfenberg geschlagen und sein Erfinder Harald Strohmeier war 1995 gestorben. Beide Anlässe hätten bereits 2020 feierlich begangen werden sollen, doch die Corona-Situation machte eine Verschiebung notwendig. Kürzlich war es aber soweit und die Erleichterungen nach dem Lockdown ermöglichten die verspätete Durchführung der Aktivitäten zu Ehren des Pioniers, die ausnahmslos im Freien und somit „coronaneutral“ abliefen.

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Trofaiachs ambitionierte Skijaksportler mit Gründungsobmann des ältesten Skijakvereins der Welt, Robert Koch, Ex-Champion Walter Zechner und dem derzeit aktivsten und besten Skijakfahrer, Wolfgang Judmaier, an der Spitze trotzten allen Schwierigkeiten und stellten ein „coronataugliches“ Szenario auf die Beine. Eine große Anzahl an „Skijak-Veteranen“ aus rund einem halben Jahrhundert ließ es sich nicht nehmen, die Veranstaltung mit ihrer Anwesenheit zu beehren.

 

Lediglich die Problematik der Einreisebestimmungen verhinderte eine höhere Teilnahme, denn mit Ausnahme einiger deutscher Gäste mussten vor allem die Veteranen aus Schweden, Holland und den USA ihr Kommen absagen … ein Wehmutstropfen, den man allerdings mit einer Fortsetzung des „Memorials“ im Jahr 2022 trocknen möchte.

Halten den Skijaksport am Leben: Judmaier - Zechner - Koch
Zieleinlauf beim Veteranenrennen

Die Programmpunkte brachten auf der einen Seite eine bunte Mischung aus Erinnerungsaustausch, Fachsimpeln, Paddelaktivitäten samt Wiedersehensfreude, andererseits zeigten sie den Vorteil einer Outdoorsportart, die keiner speziellen Abstands- und Hygieneregelung in Zeiten wie diesen bedarf … der Rest war und ist selbstverantwortliches Handeln und vernünftiger Umgang mit der aktuellen Situation.

 

Am Beginn standen Erinnerungsauffrischung und Informationsvorträge mit vielen Bildern und Videos zu den Themen „500 Jahre Geschichte des Wassergehens“, „Skijaksport in Österreich“ und ein Portrait von Harald Strohmeier. Neben Fachsimpeleien gab es auch Aktivprogrammpunkte im neu geschaffenen „Austria Skijak Center“, wie Skijak-Schnupperkurs, eine Veteranenrallye am Trabochersee und ein „Mur-Picknick“ zwischen Preg und St. Michael unter dem Motto „Wie es früher einmal war“!

Skijak-Symposium
Skijak-Veteranenrallye
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Mur-Picknick

Prominenteste Teilnehmer waren sicherlich der Sohn des Erfinders, Helmut Strohmeier, mit Gattin Sybille, Rekordchampion Heinz Kaltenegger, „Weltmeister“ Hans Velker, Skijak-Urgestein Hello Haas mit Tochter Felia, die sich erfolgreich „ersten Schritten“ am Wasser unterzog, und die erfolgreichste weibliche Skijaksportlerin, Eva-Maria Pöck – vormals Gruber, die Einblicke in Extrembefahrungen lieferte.

 

Und natürlich die Armada der heimischen Skijak-Cracks von Walter Zechner über die „Urgesteine“ Werner Laure und Rupert Seitner bis hin zu den Ex-Champions Wolfgang Fresner und Bert Griesebner. Dazu Skijakfahrer aus 4 Jahrzehnten – Christian und Elfi Baumann, Hannes Putzgruber, Gerlinde, Alex und Nick Koch, Vera Fratzl, Gaby und Karl Brandl sowie Bernd Lierzer, dem Grazer „Heimkehrer“ auf Skijaks nach 35 Jahren. Und selbstverständlich die beiden „Antreiber der Szene“ heute: Rekord-Regattateilnehmer und Klubgründer, Robert Koch, und der zurzeit rasanteste Skijakfahrer, Wolfgang Judmaier, der nicht nur das kurze „Veteranenderby“ am Trabochersee vor Heinz Kaltenegger für sich entschied, sondern Mitte Juni auch noch den mit 100 km längsten Rudermarathon der Welt in Estland bewältigte.

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Allen Teilnehmern war anzusehen, wie sie die gemeinsamen Stunden mit Erinnerungen aus den vergangenen 4 bis 5 Jahrzehnten genossen und ob der Eindrücke wieder Lust fanden, sich verstärkt aktiv auf den „Skiern, die schwimmen können“ zu bewegen. Mit diesem Aufwind und den gezeigten Ambitionen sind die Skijakfreunde aus Trofaiach auch schon höchst aktiv dabei, weitere Schritte und Planungen zu realisieren, wie ein „Reminiszenzwochenende“ unter dem Titel „Vor 40 Jahren – wie alles begann“ und den „Internationalen Skijaktagen 2022“ auf den Spuren der Anfänge des Skijakrennsports vor ebenfalls 40 Jahren auf Österreichs Paddel-Paradies, der Salza.

 

Denn der Skijaksport wird auch in naher Zukunft ohne wirkliche Alternative bleiben, wenn es heißt „übers Wasser zu gehen“ – daran werden auch Modetrends und technische Verrücktheiten nichts ändern. Und wie es schon Robert Koch anlässlich der Eröffnungsworte definierte: „Es geht einerseits um die Erhaltung eines Sports mit ur-steirischen Wurzeln und einer 90-jährigen Geschichte, andererseits wollen wir den Sport auch für die Nachwelt erhalten und die Basis für Generationen von jungen Menschen und ambitionierten Wassersportlern schaffen!“ Und er fügte hinzu „… in Anbetracht der Tatsache, dass gerade WIR, die diesem außergewöhnlichen Sport so viele außergewöhnliche Stunden und Erlebnisse verdanken, bestrebt sein sollten, dass diese außergewöhnliche Sportidee weiterlebt und weiterhin Menschen in seinen Bann zieht, um weiterhin außergewöhnliche Momente zu erleben …“ Dem ist nichts hinzuzufügen und alles Weitere wird die nahe Zukunft zeigen.