SKIJAKHOCHBURG TROFAIACH

ASK Raiffeisenbank Trofaiach hält steirische Sportart hoch

 

Es hätte ein großes Jubiläumsjahr werden sollen, doch die Corona-Pandemie machte den Bemühungen einen Strich durch die Rechnung. Für den Allgemeinen Sportklub (ASK) Raiffeisenbank Trofaiach war das abgelaufene Jahr eine „Achterbahn“, denn neben einer dicht gefüllten Palette an Klubangeboten mussten die „Highlights“ rund um die Wassersportart Skijak verschoben werden.

90 Jahre Skijaksport und das „Strohmeier Memorial“ im Gedenken des 25. Todestags von Erfinder und Pionier Harald Strohmeier standen heuer am Programmplan des wahrscheinlich letzten Skijakvereines der Welt – jener Sportart, die als Prototyp des „Wassergehens“ gilt. Und es hätte ein Event mit internationaler Reminiszenz werden sollen, denn Gäste u.a. aus Südafrika, Deutschland, Schweden, den Niederlanden und USA hatten sich angesagt. Doch dann kam die Covid-19-Krise samt Reiserestriktionen, zahlreichen Einschränkungen und Schutzmaßnahmen, die eine Absage bzw. Verschiebung notwendig machten. Im Juni 2021 sollen die Festivitäten nun nachgeholt werden.

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Trofaiachs Skijakszene hatte in der jüngsten Vergangenheit wieder einigen Aufschwung erlebt, nachdem der Sport Anfang des Jahrhunderts durch Wegfall der Produktion und mangels Finanzmittel zu verschwinden drohte. Doch das umtriebige Team des ASK RB Trofaiach rund um Gründer Robert Koch und den ehemaligen Skijak-Champions Walter Zechner und Wolfgang Judmaier konnte diese Abwärtsspirale auch dank junger, ambitionierter Skijaksportler, wie Alex und Nick Koch, Joachim Lanner, Lukas Schmid, Stefan Barthofer, Evelyn Heibl umdrehen.

 

Seit einigen Jahren steht den „Wassergehern“ nun mit dem „Austria Skijak Center“ bei Michis Seeschenke am Trabochersee erstmals direkter Wasserzugang zur Verfügung und auch die Nähe zur Mur bei St. Michael entpuppt sich immer mehr als attraktives Betätigungsfeld und Paddelrevier für Profis und Einsteiger.

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Obmann Robert Koch sieht im abgelaufenen Jahr mit all seinen Pandemieproblemen die Vorteile der erlebnisorientierten Sportausübung und eine Bestätigung des bislang eingeschlagenen Weges. „Skijak bietet neben zahlreichen sportmotorischen und gesundheitlichen Aspekten vor allem ein Bewegen in der Natur, das unabhängig von Gruppengröße oder Leistungspotenzial funktioniert. Natürlich macht es in größeren Gruppen mehr Spaß, doch jeder bestimmt den Anreiz und die Einsatzbereitschaft.“

 

Auch die in diesen Zeiten so häufig geforderte „Distance“ ist kein Problem. „Da halten wir schon aufgrund unserer Sportgeräte und Paddel genügend Abstand. Bei Vorbereitung, Transport und Nachbetrachtung regiert dann Verstand“, erläutert der ausgebildete Sportpädagoge und Skijak-Urgestein, der seit Beginn der 1980-er-Jahre dem einzigartigen Sport „verfallen“ ist und das „Wassergehen“ mit seinen Mitstreitern nicht nur in der Region salonfähig machte.

 

Den Saisonabschluss beging man nun schon traditionell mit dem Abpaddeln auf der Mur zwischen St. Michael und Leoben. Die Mur zeigte sich dabei nach vorhergegangenen Regenfällen mit entsprechendem Wasserstand und Fließgeschwindigkeit, anspruchsvollen Wellen und viel natürlichem Spirit. Das war nicht immer so - die Skijaksportler waren mit Protestaktionen in den 1980-er & 1990-er-Jahren maßgeblich daran beteiligt, auf die verheerende Umweltsituation in Steiermarks Hauptfluss aufmerksam zu machen. „Es macht natürlich einerseits stolz und andererseits zufrieden, mitgeholfen zu haben, dem Fluss wieder Leben einzuhauchen“, resümiert Langzeitskijaker Koch die über 35 Jahre anhaltende Affinität zur Mur und ihrem Lebensraum.

 

Mehr über die Sportart sowie das vielfältige Programmangebot des Vereins findet man auch online unter www.skijak.at und www.eisenwadl.at.

 

ALTER MENSCHHEITSTRAUM - MODERNER FREIZEITSPASS

EIN PORTRÄT DER WASSERSPORTART SKIJAK

Wer kann sich vorstellen, wirklich übers Wasser zu gehen ...?

Ein Bericht von Robert Koch

 

Es ist schon etwas Faszinierendes an diesem Mythos, sich stehend auf dem Wasser fortzubewegen. Und die Steiermark gilt als Heimat einer der attraktivsten Wassersportarten, die diesem Mythos sehr, sehr nahe kommt - dem SKIJAK - Sport!

 

Skijak - was ist das?

Eigentlich ganz einfach: Über Wasser gehen, zu wandern, zu laufen ... je nachdem, wie intensiv man es betreiben will. Eines ist richtig! Etwas ausgefallen und nicht alltäglich mutet die Sache schon an. Nicht allerdings in der Steiermark, speziell in Trofaiach, dem Standort des ältesten und größten Skijakklubs der Welt, wo die „Wassergeher“ zum gewohnten Bild der Gewässer gehören - vom tiefblauen Gebirgssee bis zum weißschäumenden Wildfluss.

 

Der Name „Skijak“ bedeutet die Kombination von „Ski“ und „Kajak“; das Kajak als Fortbewegung auf dem „flüssigen Element“ und der Ski als Ausdruck für die aufrechte, sportlich-elegante Körperhaltung dabei.

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Was sind „Skijak“?

Es handelt sich um zwei geschlossene bootsförmige Schwimmkörper aus modernster Kunststofftechnik mit schuhähnlicher Sicherheitsbindung. Als Antrieb und Steuer dient ein langes Paddel - ähnlich dem Kajak. Unterschied allerdings, dass man nicht eingezwängt und - möglicherweise - mit „kaltem Hintern“ im Boot sitzt. Dass man durch die „Beinfreiheit“ besseren (Vor)Ausblick besitzt, kann ebenfalls ein Vorteil sein, sowie die Möglichkeit, eventuelle Hindernisse im Wasser notfalls mit der „Grätsche“ zu bewältigen. Und letztlich bleibt immer noch der problemlose Ausstieg in „Notsituationen“ bzw. die Verwendung des Skijaks als „Schwimmhilfe“.

 

Zu erlernen ist Skijak auf keinen Fall schwieriger als vergleichbare Sportarten und das Betätigungsfeld ist unbegrenzt. Hier eine kleine Auswahl: ... eine gemütliche Seewanderung als Abwechslung zum inaktiven Sonnenbaden am Strand ... eine Fahrt am tiefblauen Meer mit Erkundungstour um eine einsame Insel ... ein Ausflug in eine der faszinierenden Fluss-Auen ... oder durch die glasklaren Fluten eines Gebirgsflusses bzw. für den Geübten das sportliche Abenteuer einer Wildwasserbefahrung.

 

Ein Skijak trägt 130 kg und man hat an jedem Bein einen Bootskörper. Aus dem Wechselspiel von Be- und Entlasten entsteht ein Steigen, das verbunden mit dem Paddeleinsatz zu einer runden, kaum kräfteraubenden Gehbewegung führt. Hat man die Technik erst mal raus, sind auch längere Fahrten kein Problem mehr.

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„Jung“ ist dieser Sport ebenfalls nicht mehr. Neben zahlreichen Versuchen bereits um die Jahrhundertwende war es der Steirer Harald Strohmeier, der 1930 die ersten brauchbaren „Wasserski“ entwickelte. Zum Unterschied vieler seiner Kontrahenten war er aber von Beginn weg von der Notwendigkeit eines langen Paddels anstelle der Methode mit zwei Stöcken überzeugt. Den Namen „SKIJAK“ trägt seine Entwicklung, die als „aus einzelnen geschlossenen Metallkörpern zusammengesetzter Wassergleitschuh“ 1936 in Wien patentiert wurde, seit 1949.

 

Die moderne Ära des Skijaksports wurde 1980 an der Sportuniversität Graz eingeleitet, als im Rahmen einer wissenschaftlichen Arbeit das Sportgerät einer breiteren Öffentlichkeit zugeführt wurde. Im Laufe der Modernisierung in puncto Herstellung und Ausstattung wurde Skijak Anfang der 80er Jahre auch in Deutschland, Schweiz, Niederlande, Schweden u.a. bekannt. Auch in die USA gabs Exporte.

 

Der älteste und größte Skijakverein Österreichs und sogar weltweit kommt aus Trofaiach, ca. 10 km nordwestlich von Leoben, und im Jahre 2021 begeht der Verein das aus „Covid-19-Gründen“ verschobene 90-Jahr-Jubiläum des Skijaksports und die 25. Wiederkehr des Todestages von Erfinder und Pionier Harald Strohmeier (1912 – 1995).

 

PS.: Wer mehr über Skijak und die aktive Möglichkeit, diesen Sport auszuüben, wissen bzw. sich informieren möchte, kann dies unter folgenden Kontakten tun:

ASK RB Trofaiach, Waldstraße 9, A – 8793 Trofaiach

www.skijak.at

robert.koch@skijak.at

0650/381-5-381

 

Event-Tipps 2021:

24.4.: Saisonstart mit dem Anpaddeln auf der Mur zwischen St. Michael und Leoben

3. bis 6.6.:  Strohmeier Memorial

5. 6.: Trabocher Skijak-Grand-Prix mit Veteranenrennen

18. bis 22.8.:  Skijakcamp & Outdoortage Obervellach im Mölltal

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Kontakt
 
Mag. Robert Koch

ASK Raiffeisen Trofaiach

Waldstraße 9

A - 8793 Trofaiach

T: +43/650/381-5-381

 

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