Skijaktiv 2001 - 2015

Skijak am Wendepunkt

Der Start ins neue Jahrtausend war für die „Skijakfamilie“ geprägt von zahlreichen, sehr tief greifenden Veränderungen. Und um es schnell auf den Punkt zu bringen: nach 2 Jahrzehnten des „Hochs“ an Aktivitäten und Beteiligten begann sich die Spirale gnadenlos nach unten zu drehen.

Die Gründe für die einsetzende Abwärtsentwicklung lagen zum einen bereits im wirtschaftlichen Niedergang der Fa. Strohmeier, die als einziger Skijakhersteller 1995 Konkurs anmelden musste, und dem dadurch bedingten Wegfall der notwendigen materiellen und finanziellen Basis für die Szene.

 

Zum andern war der Höhenflug an Aktivitäten vorbei, für viele Personen, die seit den 1980-er-Jahren maßgeblich daran beteiligt waren, war nach jahrelangem Einbringen von Energie, Kreativität und Zeitaufwand für die „gemeinsame Sache Skijak“ eine Pause notwendig, die leider in vielen Fällen auch das „Aus“ bedeutete.

IM ÜBERBLICK:

2001       2006      2011

  2002       2007      2012  

2003       2008      2013

 2004       2009      2014  2005       2010      2015

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Die Ausgangslage

Das Fazit sah ernüchternd aus: Die Skijakaktivitäten reduzierten sich stetig und waren vom Einsatzwillen einiger weniger Personen abhängig, mit Ausnahme des ASK Trofaiach lösten sich nach und nach alle weiteren Vereine auf und so blieb der älteste Verein Österreichs nun der einzige, der die „Skijakfahne“ hoch hielt.

Dass es in Trofaiach überhaupt noch einen tatkräftigen und überlebensfähigen Verein gab, war zudem das Ergebnis einer vom damaligen Obmann Robert Koch ins Leben gerufenen „Öffnung“ des Allgemeinen Skijak Klubs für zusätzliche Aktivitäten im Freizeitsportbereich. Der Gründer und Langzeitobmann hatte schon bald die Zeichen der Zeit erkannt und begonnen, seine motivierten Mitstreiter und eine große Zahl von Mitgliedern im Verein für Aktivitäten zu motivieren, die dem Klub neue Betätigungsfelder und neue Mitglieder brachte.

 

Sportfeste mit leichtathletischem und geselligem Background und Mehrkämpfe bis hin zur „Winterolympiade“ machten den Anfang, Fußball, Fitnesseinheiten, Radfahren, Squash, Firngleiten, Kegeln, Sportschießen u.a. Klubmeisterschaften folgten und um die Jahrtausendwende war aus dem reinen „Skijakklub“ eine „Freizeitsportfamilie“ gewachsen. Der formelle Akt folgte 2004 mit Umwandlung in den „Allgemeinen Sportklub“ (weiterhin ASK) Raiffeisenbank Trofaiach, was auch den Hauptsponsor ob der steigenden Mitgliederzahlen freute.

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Für Robert Koch war es 1999 notwendig geworden, nach 15 Jahren Aufbauarbeit, eine Pause als Funktionär einzulegen, und Walter Zechner lenkte die Geschicke des Vereins bis 2003. Aber auch er und seine engagierten Freunde konnten den Abwärtstrend im Skijakbereich zwar nicht aufhalten, ihn aber dank viel Einsatz und Kreativität einigermaßen bremsen.

 

So stand auf der einen Seite mit dem ASK Raiffeisenbank Trofaiach ein Klub, der es mit einem breit gefächerten Angebot auf über 100 Mitglieder gebracht hatte und auch dank Hauptsponsor und Klubheim auf gesunden Füßen stand. Auf der anderen Seite war die neu gegründete Sektion eine Ansammlung von verbrauchten Ablegern einer „besseren Zeit“, die aber keine Chance hatte, sich auf den Lorbeeren der Vergangenheit auszuruhen.

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Das Ende der Abwärtsspirale

Ein Problem bei vielen Bestrebungen war auch fehlende Kreativität und Punch, den Sektionsverantwortlichen standen zwar die Finanzmöglichkeiten früherer Jahre zur Verfügung, jedoch gingen Angebotspalette und Mitgliederzahl stark zurück. So kam es, dass bereits Mitte der 00-er-Jahre der Paddelsport im ASK nur mehr eine geduldete und unter der Patronanz des wieder zurückgekehrten Obmannes Robert Koch überlebensfähige Kleingruppe war. Und diese zeigte nur Lebenszeichen, wenn einer der „alten Haudegen“ aktiv wurde – zuletzt waren dies nur mehr Robert Koch, Walter Zechner, Horst Fratzl und der neue Regattachampion Wolfgang Judmaier.

 

Eine langsame Besserung dieser Situation setzte ab der Saison 2009 ein, in der der ASK sein 25-jähriges Klubjubiläum feierte und einige junge Skijaksportler das Zepter übernahmen. Zu diesen zählten die beiden Söhne von Skijakpionier Robert Koch, Alexander und Nick, sowie Joachim Lanner und Wolfgang Judmaier jun. Die Damensektion war in dieser Zeit überhaupt auf ein Minimum geschrumpft, wildwassertauglich blieb dabei überhaupt nur mehr Gaby Brandl. Bei den Jubiläumsfahrten auf der Salza hatten auf jeden Fall die Jungen das Sagen bzw. das Aktiv-Szepter in der Hand.

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Ein Spiegelbild der Szene war auch die Bilanz an Wettkämpfen zwischen 2001 und 2015, denn nach knapp 70 Rennveranstaltungen bis 2000 fanden in dieser Zeit nur noch 3 Bewerbe statt: 2 Trofaiacher Stadtmeisterschaften (2003, 2004) und die 20. Internationale Österreichische Skijakmeisterschaft 2005 anlässlich der Inseleröffnung auf der Möll in Obervellach. Was natürlich auch daran lag, dass sich bis auf den ASK Raiffeisen Trofaiach alle übrigen Skijakvereine (Graz, Wien, Holland, Stockholm) aufgelöst hatten.

 

Das Hauptverdienst des ASK in dieser Zeit ist und wird es immer bleiben, dass der Skijaksport „überlebte“. Trotz der gesunkenen Teilnehmerzahl an den Events und Aktivitäten konnte dank der aktiven Medien- und Öffentlichkeitsarbeit des wiedergekehrten Neo-Obmannes Robert Koch (seit 2003) und einer neuen Generation an Skijakfahrern ein Mindestmaß an Unternehmungen mit wassersportlichem Charakter aufrechterhalten werden. Als Hauptevent kristallisierter sich neben den traditionellen Murfahrten (Anpaddeln, Abpaddeln) das sommerliche „Outdoorcamp“ in Obervellach heraus.

 

2001

Skijak-Programm wird stark reduziert

Am 5. Mai startete die Saison mit dem Anpaddeln auf der Mur zwischen Jassing und Leoben und 12 Mitglieder des ASK paddelten per Skijaks und Outside auf den Wellen von Steiermarks Hauptfluss. Mit dabei auf Skijaks auch Alex (16 Jahre) und Nick (13 Jahre) Koch, die die Strecke problemlos meisterten.

Pfingsten stand im Zeichen von erlebnisreichen Outdoortagen in Obervellach im Mölltal und an die 30 Teilnehmer absolvierten ein tolles Programm am Fluss und im Abenteuerpark der Familie Pristavec. So standen neben Paddeltouren auf der Möll auch sogenannte gruppenbildende Maßnahmen und der Hochseilgarten am Programm, das vor allem die vielen jugendlichen Teilnehmer sichtlich genossen.

Saisonschluss war das Abpaddeln am 13. Oktober auf der Mur, das Obmann Walter Zechner wieder bestens organisierte und an dem rund 10 Paddler teilnahmen. Viel Spaß auf dem Wasser und beim anschließenden Saisonkehraus machten die Tour zum Erlebnis.

Weniger positiv war die Einstellung der Klubzeitung „Tschak“ mit Ende des Jahres, wo Sektionsleiter Horst Fratzl ein Resumee seiner Amtszeit ablegte. Die Rolle des Infomediums übernahm die von Alexander Koch neu gestaltete Internetplattform www.skijak.at. Manko dabei die oft fehlende Archivierung der Beiträge und Fotos, was sich auch in einigen Lücken der Chronik niederschlug.

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2002

Signal für Neuanfang

Das Jahr stand im Zeichen des stark angewachsenen Angebots an Radtouren und dem Ausbau der Außenanlage im Klubheim. So kamen die Paddelaktivitäten beinahe zum Erliegen. Schon das Anpaddeln im April fiel fast beispielgebend den schlechten Witterungsbedingungen zum Opfer.

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Auch mehrere Versuche für Skijak-Anfängerkurse auf der Salza scheiterten mangels Interesse, nur das Pfingstcamp in Obervellach erfreute sich weiterhin ungebremster Beliebtheit. Aber auch hier verlagerte sich die Hauptaktivität auf den Einsatz von Schlauchbooten, die der Klub vom Abenteuercamp Pristavec gebraucht kaufen konnte.

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Die Situation im ASK und speziell in der Skijaksektion brachte ab Sommer 2002 das „Fass zum Überlaufen“ und die Verantwortlichen im Klub waren gezwungen zu handeln. So kam es Anfang November zum geschlossenen Rücktritt des ASK-Vorstandes rund um Obmann Walter Zechner und zu anschließender Krisensitzung samt Grundsatzworkshop auf der Judmaier-Alm im Gößgraben.

 

„Zeichen für das Ende … oder: Signal für einen Neuanfang?!?“ lautete die Parole und mehr als 10 Mitglieder entschieden sich in einer anstrengenden Nachtsitzung über den herbstlichen Nebeln der Stadt für den Neustart, der bei der Jahreshauptversammlung im März 2003 vollzogen wurde. Robert Koch kehrte als Obmann zurück, an seiner Seite Christian Pasterny als neuer Obmannstellvertreter und Gerlinde Koch als Kassierstellvertreter. Auch wieder mit von der Partie Gaby und Karl Brandl als Schriftführer und Kassier.

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2003

Wachsendes Klubangebot und Reminiszenz der Wassergeher

Das Motto des neuen und alten Obmannes hieß von Anfang an: „Gemeinsam“. Der Klub, der sich inzwischen einen Namen als „Eisenwadln“ und mit seiner Radsektion für Furore durch Riesenteams bei diversen Radmarathons gemacht hatte, war zu einem beständigen Faktor im Freizeitsportgeschehen der Region gewachsen.

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„Radeln & Paddeln“ lautete also die Devise schon zu Saisonbeginn und die gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit trug schon bald Früchte. Mitverantwortlich war auch die neu organisierte Skijak- & Wassersportsektion rund um Horst Fratzl, Gerhard Ebner, Christian Pasterny und Alex Koch. Schon beim Anpaddeln auf traditioneller Strecke auf der Mur am 2. Mai zeigten sich mehr Skijakfahrer am Wasser als in der gesamten vorangegangenen Saison.

Zu echter Reminiszenz in Anlehnung an „gute, alte Zeiten“ avancierte das Paddelwochenende auf der Salza rund um Wildalpen Ende Mai, wo der neue „ASK-Geist“ auch viele neue Mitglieder in Outsides brachte und die Gruppe herrliche Tage mit Lagerfeuerromantik verbrachte.

Das Pfingstcamp in Obervellach setzte den Trend fort und brachte im Rahmen eines Anfängerkurses wieder viele Neulinge auf die Skijaks. Legendär auch eine Canyoningtour bei Außerfragant, ein Zusammenwachsen einer neuen „Skijakgeneration“,viel Programm für Jung und Alt und nette Abende am Lagerfeuer.

Parallel zur wachsenden Klubaktivität auf dem Paddelsektor wurde in dieser Zeit auch eine Totalrenovierung des Klubheims nach Wasserrohrbruch durchgeführt und anlässlich der Wiedereröffnungsfeier im September kam es auch zur Austragung einer Trofaiacher Skijakstadtmeisterschaft nach 5 Jahren Pause. Die 10. Auflage des Traditionsrennen wurde als „1. Präbichl Skijak-Trophy“ auf dem Speichersee Grübl ausgetragen und brachte sogar Gäste vom Wiener Skijakklub an den Start. Wehmutstropfen dabei: auch dieser Verein befand sich im Auflösungsstadium.

 

Das Rennen brachte neben einem tollen Starterfeld auch den Sieg für einen Neuling: es siegte Wolfgang Judmaier sen. knapp vor Horst Fratzl und Seriensieger Walter Zechner.

PRESSEBERICHT

 

Nachrückende Jugend und neuer Champion

10. TROFAIACHER SKIJAK-STADTMEISTERSCHAFT

 

Rundes Jubiläum der Trofaiacher „Wassergeher“ und erstmalig wurde dieser Bewerb mit dem herrlichen Background der heimischen Berge am Speichersee in der Skiarena Präbichl ausgetragen. Und diese „1. Präbichl Skijak-Trophy“ brachte einige Veränderungen, ein Nachrücken der Jugend und einen neuen Champion in der Siegerliste dieser Regatta.

 

Der ASK Raiffeisenbank Trofaiach als Veranstalter und die Präbichl-Bergbahnen als „Schirmherr“ zeigten für dieses Wassersportevent verantwortlich und das Ambiente im Grübl am Präbichl war mitverantwortlich für den außergewöhnlichen Rahmen dieses Wettkampfes. Bereits während der Sommermonate war der Speichersee mit Temperaturen über 20°C ein beliebtes Ziel für Badegäste und Erholungssuchende, die Belebung durch die Tauchschule Marschnig trug das Ihre bei und in Zukunft soll auch die Möglichkeit geschaffen werden, Wassersportgeräte wie Skijaks, Kajaks oder Schlauchboote erproben und benützen zu können.

 

Zurück zum Aktivteil: Die Regatta, die aus einem anspruchsvollen Kurs über den tiefblauen See führte, brachte ein neues Gesicht in der Siegerliste: Wolfgang Judmaier aus Kurzheim, der den zweitplatzierten Horst Fratzl knapp in Schach hielt. Platz 3 holte der bisherige Rekordhalter mit 3 Titeln, Walter Zechner. Interessant auch das Nachrücken der Jugend mit Wolfgang Judmaier jun. (5.),  Niki Koch (7.) und Alex Koch (8.) (alle vom ASK RB Trofaiach). Vorbildlich auch der Einsatz von ASK-Obmann Robert Koch, der das familieninterne Duell knapp für sich entschied. Bei den Damen ging der Sieg an den Gast aus Niederösterreich, Anita Haiden, vor Neo-Skijakkerin Sabine Schmid.

 

Hier die Ergebnisse:

Damen:

1. Anita Haiden  3,44,7

2. Sabine Schmid  4,26,1

 

Herren:

1. Wolfgang Judmaier  3,11,6

2. Horst Fratzl  3,17,2

3. Walter Zechner  3,21,0

4. Gebhard Gruber  3,24,9

5. Wolfgang Judmaier jun.  3,31,0

6. Robert Koch  3,36,8

7. Niki Koch  3,37,8

8. Alexander Koch  3,39,0

9. Günther Steindl  3,44,3

10. Karl Brandl  4,11,4

 

2004

Klubjubiläum und steigende Skijak-Aktivitäten

Das Jahr 2004 stand von Beginn an natürlich im Zeichen des 20-jährigen Klubjubiläums und entsprechend motiviert ging man vor allem bei den Paddlern ans Werk. Dass der Klub eine beachtliche Größe erreicht hatte, zeigte sich im gewachsenen Mitgliederstand von weit über 100 sowie dem vielfältigen Programmangebot in mehreren Sektionen.

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Schon im April startete diesmal die Paddelsaison, da man im Rahmen der 25-Jahr-Feier der Stadt Trofaiach die Möglichkeit bekam, im städtischen Hallenbad eine Präsentation des Wassersportgeschehens im Klub zu gestalten. Dieses Event fand im Rahmen von „25 Stunden Sport“ statt und die Paddler zeigten ihr Können im Rahmen eines Eskimotierkurses sowie der Möglichkeit, Kinder diverse Sportgeräte auszuprobieren. Das Echo war enorm und für die Skijaksportler ein aktiver Saisonstart.

Auch das Anpaddeln brachte ein Highlight, denn im Zuge der Umbauarbeiten des Kraftwerkes Leoben war es den Kanuten diesmal möglich, durch ein Umlaufgerinne am linken Murufer erstmalig eine Gesamtdurchfahrt der Stadt bis Proleb zu absolvieren, was den ASK-Paddlern sichtlich Spaß bereitete. Anstatt wie üblich beim Altersheim auszubooten, konnte man die Murschleife über Judendorf und Seegraben erstbefahren.

Eine beachtliche Teilnehmerzahl brachte das im Mai in Wildalpen durchgeführte „Skijak- & Paddelcamp“, wo sich eine Vielzahl der neu gewonnenen Mitglieder erstmalig im Wildwasser

erprobten, auch ein Skijakanfängerkurs wurde nach Längerem wieder angeboten. Zum Erlebnis wurde der Ausflug, wie er in früheren Jahren mehrmals im Jahr stattgefunden hatte, vor allem durch das idyllische Camp an der Salza samt Lagerfeuerromantik und sehr viel Spaß.

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Das traditionelle Pfingstcamp fand wieder im Mölltal statt, das Abenteuercamp Pristavec in Obervellach samt seinem tollen Freizeitangebot und die bekannten Paddelabschnitte zwischen Flattach und Kolbnitz wurden mehr und mehr zur „2. Heimat“ der Skijakfahrer.

Sommerhighlight war diesmal die zum 2. Mal ausgetragenen „Präbichl-Trophy“, die als 11. Auflage der Trofaiacher Skijakstadtmeisterschaften wieder spannende Fights auf dem Hindernisparcours aber auch einen Anfängerkurs brachten.

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Das Abpaddeln am 26. Oktober ging wieder auf der Traditionsstrecke zwischen St. Michael und Leoben über die Bühne, zuvor hatte der ASK im Rahmen eines Oktoberfestes seine jüngst fertig gestellte Grillterrasse festlich eingeweiht.

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2005

Skijakregatta und Besuch im Lechtal

Das Jahr 2005 startete mit dem Anpaddeln am 30. April wiederum durch Leoben, stand aber eindeutig im Zeichen der Vorbereitungen auf die 20. Österreichischen Skijakmeisterschaften. Nach 5-jähriger Pause und auf Einladung der Gemeinde Obervellach kam es Ende Mai zur ersten Wildwasserregatta seit 2000.

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Schon im Vorfeld auf dieses Ereignis wurde auch der 10. Wiederkehr des Todestages von Erfinder Harald Strohmeier gedacht und in den Medien entsprechend publiziert. Das Rennen selbst brachte ein tolles Starterfeld mit allen aktiven Skijakgrößen auf die „Beine“ und wurde auf der Strecke zwischen Mallnitzbach und dem Camping Obervellach ausgetragen.

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Der Anlass für die Einladung war auch die Eröffnung der Wasserwelt Obervellach, die auch eine Veränderung des Flussbettes durch Einbau von 2 Walzen und Blockstufen brachten. Diese neuen Hindernisse nahe dem Zieleinlauf waren letztlich auch entscheidend für das Endergebnis. So vergab Wolfgang Judmaier sen. noch knapp vor dem Ziel den sicheren Sieg, als er die Route über einen Blockabfall wählte, während Klaus Steinkellner den Trofaiacher noch in der rasch fließenden Hauptströmung überholte. Ähnlich spannend ging es im Kampf um Platz 3 her, der mit einer Ex-Aequo-Wertung für 3 Läufer endete.

Hier das Endklassement:

HERREN

1. Klaus Steinkellner (Wien)

2. Wolfgang Judmaier sen. (ASK Raiffeisen Trofaiach)

3. ex aequo Nick Koch, Walter Zechner, Gerhard Ebner (alle ASK)

6. Bert Griesebner (ASK)

7. Gebhard Gruber (USJK Wien)

8. Wolfgang Judmaier jun. (ASK)

9. Robert Koch (ASK)

10. Alexander Koch (ASK)

11. Karl Brandl (ASK)

12. Gerhard Schmid (ASK)

DAMEN

1. Anita Haiden (USJK Wien)

2. Gaby Brandl

3. Sabine Schmid (beide ASK)

Eine Sommertour führte einige Mitglieder ins Außerfern und ins Lechtal, wo sie mit Outside, Kajak und Skijaks die idyllischen Kalksteinauen dieses außergewöhnlichen Alpenflusses befuhren. In Häselgehr hatte man ein idyllisches Camp bezogen und in 2 Etappen befuhren die Paddler die Strecke zwischen Steeg und Weißenbach.

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Zum Saisonabschluss am 26. Oktober befuhren die Paddler wieder die Strecke von Preg bis Leoben auf der Mur und genoss nach einem aktiven Paddeljahr die herbstliche Idylle auf Steiermarks Hauptfluss.

 

2006

Wenn der Vater mit den Söhnen …

Der Saisonstart 2006 war geprägt von erhöhtem Engagement der ASK-Mitglieder zur Gründung des Radprojektes „Eisenwadl TESTED“ und so fiel das alljährliche Anpaddeln diesmal auch in Anbetracht des schlechten Wetters „ins Wasser“. Auch die Teilnahme an den Outdoortagen in Obervellach litt unter der Programmvielfalt in den anderen Sektionen und äußerst schlechten Wetterbedingungen, so lag der Fokus im Mölltal diesmal auf der Betreuung von Schülern der BHAK Eisenerz. Auch auf der Salza gab es einen schwach besetzten Anfängerkurs.

Nicht die Lust am Skijaksport auch trotz mangelnder Angebote ließ sich allerdings Klubgründer und Trofaiacher Skijak-Urgestein Robert Koch nehmen. Exakt 25 Jahre nachdem er erstmalig die Enns in Bereich Johnsbach – Gstatterboden befahren bzw. teilweise „beschwommen“ hatte, machte er bei traumhaften Herbstbedingungen eine Reminiszenzfahrt mit seinen beiden Söhnen Alex und Nick, die maßgeblich für das Wachsen einer neuen Skijakgeneration verantwortlich zeichneten.

Die Story brachte es sogar auf die Titelseite des Monatsmagazins „Treff.Trofaiach“:

Trofaiachs „Skijak-Pionier“ Robert Koch feierte 25-jähriges Jubiläum

WENN DER VATER MIT DEN SÖHNEN ….

 

Es war der 15. Oktober 1981, als der damalige Sportstudent Robert Koch mit dem Skijak-Erfinder Harald Strohmeier und anderen Sportkollegen zur ersten Wildwasserfahrt auf „den Skiern, die schwimmen können“, aufbrachen. Schauplatz war die Enns im Gesäuse zwischen Johnsbach und Gstatterboden und „ehrlich gesagt, wir wussten nicht so recht, wie die Sache ausgehen würde!“, war der ehrliche Kommentar des angehenden „Skijakkers“.

 

In den Jahren danach ging die Entwicklung des Sportes mit Gründung von Vereinen im In- und Ausland steil bergauf, der Export des original steirischen Sportgerätes schaffte es bis Amerika, Südafrika und viele europäische Staaten und die Skijaksportler gehörten zum Bild der heimischen Gewässer wie Kajak, Kanu oder Schlauchboot.

Der älteste Skijakverein der Welt existiert mit dem ASK Raiffeisenbank Trofaiach in unserer Heimat und Obmann und Gründer Koch und seine Paddlerkollegen halten inzwischen allein die „Skijak-Fahne“ und Erinnerung an den 1995 verstorbenen Kapfenberger Erfinder hoch.

Genau 25 Jahre danach und auf genau derselben Strecke ging diese Reminiszenz nun eine Generation weiter. „Jubilar“ Robert Koch befuhr die für damalige Verhältnisse relativ schwierige Strecke diesmal im herbstlichen Licht gemeinsam mit seinen Söhnen Alexander (21) und Niki (18) und genoss die Befahrung dank moderner Ausrüstung und gewachsener Technik samt Erinnerungen an die Premiere. „Wir wurden damals noch wie Exoten betrachtet und alle glaubten, wir würden hoffnungslos absaufen.“

„Abgesoffen“ war der Trofaiacher damals allerdings schon, denn so wie einige seiner Kollegen endete die Befahrung mit einem unfreiwilligen Bad in den Fluten, wie des Öfteren in der Zukunft, als man die heimischen Flüsse, wie Salza, Mur, Mürz, Erlauf, Steyr, Möll, Lieser, Schwarza etc. erkundete.

Die Liebe zu ihrem Sport führte den Trofaiacher Skijaksportler aber nicht nur in ganz Österreich herum, sondern bot auch die Gelegenheit, Urlaub in Europa mit sportlicher Ausübung zu verbinden. So standen Reisen nach Schweden, Holland, Frankreich, Griechenland, Italien, Tschechien, Deutschland oder Slowenien auf dem Programm und 1983 machten 5 Trofaiacher auch bei der berühmten „Ärmelkanal-Skijakregatta“ mit, die der gebürtige Trofaiacher Heinz Kaltenegger als 2. beendete.

Die Entwicklung des Skijaksportes hat mit dem Tod des Kapfenberger Strohmeier und der Einstellung der Produktion in letzter Zeit einen Einbruch erlitten, für die ambitionierten Trofaiacher Paddler und Koch insbesondere, der mehr „als sportlich gesehen sein halbes Leben mit den Skijaks verbracht hat“, ist das aber kein Grund, die Sportgeräte an die Wand zu stellen. „Man genießt es dann noch mehr, wenn man nicht mehr so viel Zeit hat. Eine Skijakfahrt und das Naturerlebnis gehören zu den aufbauenden und gleichzeitig beruhigenden Erlebnissen und stellen den idealen Ausgleich zur immer schnell lebiger und hektischer werdenden Zeit dar!“

Dass der Skijaksport und das Vereinsleben im ASK stets auch auf die ganze Familie ausgerichtet waren, spiegelt sich in den Mitgliederzahlen wider, denn nahezu die Hälfte davon sind Familienmitglieder und ein Viertel jünger als 25. Und auch Sportlehrer und „Allrounder“ Koch führte seine Sprösslinge schon früh zum Wassersport, denn bereits ab 10 Jahren waren Alex und Nick mit Skijaks unterwegs und nahmen mit 15 Jahren an Wildwasserbefahrungen teil. Der damals noch 17-jährige Nick schaffte bei den Österreichischen Meisterschaften 2005 dann sogar schon den Sprung aufs „Stockerl“ in der Allg. Klasse und so sind seit einigen Jahren bereits technisch schwierige Befahrungen in der Familie möglich.

Mit sichtlichem Stolz schaffte das Trio die Strecke an der Enns ohne größere Probleme, um anschließend beim gemütlichen Zusammensitzen in Erinnerungen und Geschichten von damals zu schwelgen. Und irgendwie war Rührung zu spüren bei den abschließenden Worten: „Der Mensch lebt weiter in seinen Taten … oder in seinen Kindern.“

Und wie die Saison begann, endete sie auch … beinahe! Denn nach einer Serienflut an Absagen für das traditionelle Abpaddeln auf der Mur ließen es sich zwei „Paddler-Urgesteine“ im ASK nicht nehmen, die „Paddlerfahne“ hoch zu halten. Mit Start in Preg verbrachten Günther Steindl und Robert Koch einen tollen Herbsttag bei großartigen spätsommerlichen Bedingungen auf der Mur, legten in St. Michael auf der Murinsel eine ausgedehnte Mittagsrast ein und fanden Teamverstärkung per Outside durch Einheimische, mit denen sie gemütlich bis Leoben paddelten. Das Motto des Tages war klar: „Egal ob in der Gruppe oder allein – zum Genusspaddeln braucht man nur Wellen, Luft … und ab und zu ein Bier.“

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2007 bis 2011

Skijak im Überlebenskampf

Verstärkt durch die junge Garde und einigen Alteingesessenen waren Koch und Steindl zu Saisonbeginn 2007 wieder auf der Mur von Preg nach Leoben unterwegs – diesmal allerdings in gewohnter Gruppe mit viel Interaktion und Spaß sowie mit Wassersportfreunden im Outside. Real betrachtet war die Ausweitung des Paddelangebotes im ASK Trofaiach um Schlauchboote und Outsides ein Mosaiksteinchen zur Erhaltung des Skijaksportes, ebenso wie die Ergänzung des Outdoorprogramms vor allem in Obervellach. Den größten Anreiz dabei vor allem für die Jungen boten natürlich die Canyoning-Touren und die Einheiten am Hochseilgarten.

In der Zeit von Sommer 2007 bis Frühjahr 2008 war auch die Abwesenheit von Obmann und Motivator Robert Koch zu spüren, der sich zum „50-er“ eine Auszeit von seinem Job als Lehrer nahm und während eines „Sabbaticals“ eine „Round-the-World-Tour“ und zahlreiche Trips in Europa unternahm.

 

Erst 2008 kam der Paddelbetrieb im ASK wieder in Schwung … allerdings nur sehr zaghaft und man merkte den sukzessiven Wegfall einer gesamten Skijakgeneration. So hielt sich der Skijak-Aktivitätspegel in Grenzen, die Sektion verblieb mehr oder weniger nur mehr „auf dem Papier“ bestehen und gab mit vereinzelten und wenig frequentierten Aktivitäten letzte Lebenszeichen von sich. Es war klar: Der Überlebenskampf für den Skijaksport hatte begonnen – böse Zungen behaupteten sogar: er war vorbei!

Hier einieg Eindrücke vom Anpaddeln auf der Mur und dem Paddelausflug zu Pfingsten ins Mölltal:

2009 war es vor allem die „junge, neue Generation“ mit Alex und Nick Koch, Joachim Lanner die in Kooperation mit Walter Zechner, Wolfgang Judmaier und Robert Koch, die mit Touren auf der Salza wieder „Leben in die Bude“ brachten. Für Obmann Koch war es allerdings eine Zeit, die aufgrund einer schweren Knieverletzung seinen Umstieg ins Schlauchboot erzwangen bzw. als Begleiter und Fotograf wertvolle Dienste leistete.

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Das Jubiläumsprogramm anlässlich des 25-jährigen Bestandes des ASK Raiffeisen Trofaiach war dann zwar geprägt vom Besuch einiger altgestandener Skijakfreunde aus den 1980-er- und 1990-er-Jahren, so beehrten das „Jubiläumscamp“ u.a. Helmut Strohmeier, Hans Velker, Günther Sakorparnik und Gebhard Gruber.

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