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21-02-16    Ex-Skijak-Champion Petr Kakes erinnert sich

SKIJAK-STORY IN TSCHECHISCHEM WINTERSPORTMAGAZIN

20-12-05    Skijak als Wintersport?

IDEEN ZUM "WASSERGEHN" IN DER KALTEN JAHRESZEIT

 

SKIJAK-STORY IN TSCHECHISCHEM WINTERSPORTMAGAZIN

Ex-Skijak-Champion Petr Kakes erinnert sich

Von Robert Koch

 

Unter dem Titel „Skijak – mit tschechischem Fußabdruck“ erscheint 2021 in der März-Ausgabe des bekannten tschechischen Wintersportmagazin „Snow“ eine ausführliche Reportage über den Skijaksport. Ex-Regattachampion und Ärmelkanalbezwinger Petr Kakes erinnert sich dabei an seine Karriere auf den „Skiern, die schwimmen können“ und legt ein eindeutiges Bekenntnis zu Vorzügen und Reiz des „Wassergehens“ ab.

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Er ist seit den 1990-er-Jahren in die USA ausgewandert, zuvor war er als Mitglied der tschechischen Skinationalmannschaft, als „Geschwindigkeitsrekordler“ unter den Amateur-Skifahrern und Olympiateilnehmer von Albertville auf „Speedski“ (Filmausschnitt ab 28,50 min.) bekannt … die Skijakszene kennt ihn aber als einen der besten und erfolgreichsten Skijaksportler der frühen Rennhistorie – Petr Kakes. Natürlich ist das Lesen der unterhaltsamen Geschichte im Wintersportmagazin nicht einfach, da der Text in Tschechisch verfasst wurde, doch Petr Kakes erläutert die wichtigsten Aussagen für uns auf Deutsch.

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Neben Daten zur mehr als 90-jährigen Geschichte des Skijaksports und seine Entwicklung finden sich in der doppelseitigen Story auch Fotos aus dem Archiv Kakes und einige unterhaltsame Episoden. So erzählt er ausführlich über das Abenteuer der Ärmelkanalüberquerung 1983 oder über sein Kennenlernen der „Wasserski“. Kakes: „Auf Einladung eines Skikollegen landete ich 1983 bei den Österreichischen Meisterschaften in Wildalpen an der Salza. Der Erfinder der Skijaks, Harald Strohmeier, startete beim Rennen 1 Minute vor mir, damals war er über siebzig Jahre alt. Wir fuhren in Abständen etwa 12 km den Fluss hinunter. Zu der Zeit wusste ich nicht, wer er war, aber ich war sehr überrascht, sogar frustriert, dass dieser immer noch aus der Sicht meines Großvaters davonlief und ich ihn nicht einholen konnte. Bei Gegenwind beugte er sich immer geschickt vor, reduzierte den Luftwiderstand und entschwand meinen Augen. Während des Rennwochenendes hatte ich jedoch die Gelegenheit, ihn zu treffen und etwas über seine Geschichte zu erfahren.“ (Anm.: 11. Harald Strohmeier 33,02 min., 13. Petr Kakes 33,07 min.)

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Er erzählt auch von seinen Erstbefahrungen in Bayern auf der Loisach, wo er die wirklich schwierigen Befahrungen lernte, und davon, dass er jetzt nach rund 40 Jahren gerne mithelfen möchte, dass die Erinnerung an diesen Sport, der seit dem Tod von Erfinder Harald Strohmeier und dem wirtschaftlichen Niedergang der Produktionsfirma leider keinen notwendigen Investor zur Neu-Produktion finden konnte, erhalten bleibt. „Skijak ist seit damals eine meiner Herzensangelegenheiten und hat mir tolle Werte für Freizeit, Sport und Alltag bis heute vermittelt.“ Kakes fährt heute noch regelmäßig in seiner Wahlheimat Oregon auf Wildwasser und möchte auf jeden Fall bei einem „Strohmeier Memorial“ – so es stattfinden kann – dabei sein.

 

Skijak ist eine ideale Ergänzung auch zum Erlernen des Skifahrens, das Halten des Gleichgewichts und das Training für die Bänder in Knie und Knöchel sind unvergleichlich. Für mich war es stets auch eine perfekte Möglichkeit, typischen Ski-Knieverletzungen oder auch den Belastungen bei Wandern und Laufen vorzubeugen!“ Auch spricht Kakes davon, dass aus seiner Sicht der sportliche Wert sehr hoch ist, egal ob auf Seen, Flüssen oder im Wildwasser. „Es ist eine gesunde und anspruchsvolle Tätigkeit, die von großem Charme und Naturverständnis begleitet wird.

 

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

Danke Petr.

 

IDEEN ZUM „WASSERGEHEN“ IN DER KALTEN JAHRESZEIT

Skijak als Wintersport?

Von Robert Koch

 

Jetzt mal Hand aufs Herz – was spricht dagegen, sich an – den leider in jüngster Vergangenheit zu oft vorkommenden – milden Wintertagen auf dem Wasser zu bewegen? Nichts. Denn angemessene Kleidung und entsprechende Ausrüstung benötigt man für jede Aktivität in der kalten Jahreszeit … quod est demonstrandum.

Allen Anhänger des Skijaksports sind einige Details allgegenwärtig, die im Vergleich zu den Kajaksportlern von enormem Vorteil sind. Nackte Fakten. Beim „Stehboot-Paddeln“ ist man mit Kopf und Händen sehr weit von der Wasserfläche entfernt, ist sozusagen besser gegen „Spritzwasser“ geschützt und besitzt eine ungleich höhere Blickperspektive. Bekannt ist auch der Umstand, dass sich die Lufttemperatur in Wassernähe aus Gründen der „Isostasie“ stets milder gestaltet, am „wärmsten“ ist es bei Temperaturen um den Nullpunkt übrigens im Wasser … vergleichsweise findet man in fließenden Gewässern oft noch Temperaturen von 5 – 10°C vor.

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Auch das „Stehen“ im Boot ist dabei ungleich angenehmer als das „Sitzen“, schon bei Ein- und Ausstieg sind die Vorteile ungleich besser, wenn man mit dem Skijak „trockenen Fußes“ in oder aus dem Wasser steigt! Und der hohe Aktivitätspegel auf den Skijaks und seine Ganzkörperbewegung wussten schon die „Wasserskifahrer“ der Vergangenheit zu schätzen.

„Auch im Winter in frischer guter Luft kann man diesen schönen und gesunden Sport im Freien ausüben, da durch die den Körper gleichmäßig erfassende Bewegung, wie beim Schneeschuhlauf, genug Eigenwärme erzeugt wird. Es ist ein Hochgenuß und bildet einen ganz besonderen Reiz, im Winter die dunklen Wasserstraßen inmitten der weißglitzernden Schneeflächen zu durchwandern.“

 

Wie wahr! Diese Zeilen schrieb übrigens ein gewisser M. Mitter unter dem Titel „Wasserskilauf im Winter“ in der Zeitschrift „Fluß und Zelt“. Und das vor genau 90 Jahren – 1930!

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Schon damals gab es in unserem Land eine sehr lebendige Szene der „Wassergeher/Wasserläufer“, die sich am Beginn der 1910-er-Jahre in Bayern entwickelte, im Kernbereich des Deutschen Reiches um Berlin – Potsdam fortsetzte und ab Mitte der 1920-er-Jahre vor allem in Österreich auf große Ambitionen stieß.

 

Die österreichische Version des großdeutschen „Wassergleitschuhs“ nannte sich „Hy-Ski“ und fand rasch große Popularisierung im Wiener Raum. Der Grund lag in der engen Verstrickung der Ambitionen der „Wasserskiläufer“ mit Polizei, Bundeswehr, Wasserrettung und Katastrophenschutz, was zu einem rasch ansteigenden Potential an Sportler und Interessenten führte. Auch die Präsenz in den Medien und die Nähe zu Politik und Staatsführung halfen mit, schon bald zum „Establishment“ des österreichischen Sports zu gehören.

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M. Mitter machte sich auch weitere Gedanken zu Trainingseffekt und Fitnessgedanken:

„Sehr viele Wassersportler, welche sich für den Wasserskisport interessieren und auch richtig erkannten, daß er ein ausgezeichnetes Mittel zur Erhaltung und Verbesserung ihrer sportlichen Leistungsfähigkeit ist, warfen oft die Frage auf „Wann soll man das Wasserskilaufen erlernen, im Sommer oder im Winter?“

Natürlich ist der Skijaksport bevorzugt für wärmere Jahreszeiten geschaffen, aber es spricht auch nichts gegen winterliche Einsätze, zumal es zunehmend längere Phasen mit sehr milden Temperaturen und wenig Niederschlag gibt. Die Ausrüstung kann den Bedingungen beim Skilanglauf oder Joggen angepasst sein, zusätzliche Neoprenkleidung schafft Sicherheit und man findet im Winter ja auch eine stetig wachsende Zahl an Radsportlern auf den Straßen – denn einen Vorteil hat das Element Wasser immer: mit Ausnahme des gefrorenen Zustandes präsentiert sich die „Unterlage“ stets in gleicher Qualität … ideal zum Gleiten mit Skijaks über Wellen und Wogen.

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Mitte der 1980-er-Jahre unternahmen wir beim Skijakverein Trofaiach auch erste diesbezügliche Versuche auf der Mur. Schon 1984 paddelten wir bei winterlichen Verhältnissen von Hinterberg nach Leoben, wodurch sich das traditionelle „Klub-Abpaddeln“ im ASK begründete. Und mehrmalige Teilnahmen am bekannten „Weihnachtsschwimmen“ der Leobner Wasserrettung im Zentrum der Stadt waren am 23. Dezember stets von einer Riesenzahl an Schaulustigen begleitet, die sich im weihnachtlichen Einkaufs-„Rausch“ auf den Straßen befanden. Inwieweit sich die mitmachenden Protagonisten danach ebenso in einem solchen wiederfanden, ist nicht dokumentiert …

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Weitere Versuche der winterlichen Anwendung des Skijaksports sind ebenfalls dokumentiert. Diesmal war die Unterlage allerdings Schnee - so kam es in den Jahren 1984 und 1985 zu Faschingsläufen am Präbichl, wo es in Super-G-ähnlicher Manier eine Parcours am „Stockhang“ im Grübl zu bewältigen gab. Auch fotografisch festgehalten sind „Skijak-Abfahrten“ bei den UNO-Truppen auf Zypern durch Skijak-Urgestein Günther Sakoparnik und Trainingsläufe von Skijak-Champion Bertl Griesebner auf dem Trofaiacher "Friedhofshügel".

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Für heuer ist erstmalig wieder ein weihnachtlicher „Paddelgang“ im Herzen Leobens geplant. Infos und Details sind der örtlichen Presse zu entnehmen bzw. online unter https://www.skijak.at/programmkalender

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Quellennachweis: KLUBCHRONIK des ASK Raiffeisenbank Trofaiach / PRIVATARCHIV ROBERT KOCH WASSERSKILAUF IM WINTER von M. Mitter, Wien (Gefunden in: „Fluß und Zelt“, Zeitschrift für Flußwandern, Freiluftleben und Kleinboot-Segeln, 1930/1931, Heft 15, Dezember 1930, 5. Jahrgang, Bergverlag Rudolf Rother, München)

Kontakt
 
Mag. Robert Koch

ASK Raiffeisen Trofaiach

Waldstraße 9

A - 8793 Trofaiach

T: +43/650/381-5-381

 

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Winterliches Paddeln auf der Mur