Reminiszenz in Schweden

Aktualisiert: Sept 16

2021-08-06

Die Kontaktaufnahme erfolgte via Social Media und aus einem wachsenden Informationsaustausch wurde in diesem Sommer schließlich ein Wiedersehenstreffen in Schweden. Anlässlich einer Urlaubsreise sahen sich ASK-Obmann Robert Koch und sein schwedischer Amtskollege aus den 1990-er-Jahren, Tyrel Jonsson nach rund 35 Jahren wieder.

Der HSK Nacka – Stockholm wurde als erster Skijakklub der Welt im August 1983 gegründet und galt mit der Fa. Strohmeier und dem bald darauf gegründeten ASK Trofaiach sowie den Skijakfreunden in Holland als treibende Kräfte im internationalen Austausch in der noch jungen Szene.

„Die Dokumentation der Skijak-Szene der 1980-er- und 1990-er-Jahre in Schweden wird ein wesentlicher Bestandteil einer umfassenden Historie des Sports sein ...“
Fototext: Gruppenfoto 1984 Stockholm - Trofaiach (ganz oben) & Befahrung im Hafen von Stockholm (oben links). Teilnehmerfoto der Offenen Stockholmer Meisterschaften 1986 (oben rechts). Das Team Schweden 1987 bei den ÖMS in Wildalpen - links unten in Aktion und rechts unten im Ziel

Die von den beiden österreichisch-schwedischen Architekten Hatto Praun und Heinz Elsnitz in Schweden initiierte „Skijak-Mania“ gipfelte in langjährigem Kontakt zwischen Stockholm und Trofaiach. Höhepunkte dabei waren die sportlichen Austauschbesuche von Teams zum einen im „Hohen Norden“ als auch bei den Österreichischen Skijak-Meisterschaften in Wildalpen an der Salza.

Der Kontakt zu den schwedischen Skijakfreunden ging zwar nicht ganz verloren und Robert Koch machte bei seinen Skandinavienreisen des Öfteren Halt in Stockholm, doch die sportlichen Anknüpfpunkte gingen verloren. Umso spannender wurde die Geschichte 2020, als der Obmann des ehemaligen schwedischen Vereins, Tyrel Jonsson, und einige Skijaksportler von damals auf Online-Anfragen von Robert Koch antworteten. Der Informationsfluss nahm stetig zu und auf Anfrage von Koch, der sich bereits intensiv mit der Aufarbeitung der Skijak-Historie befasste, war auch sein schwedisches Gegenüber bereit, sein Wissen zu teilen.


Während der ASK Trofaiach die Skijakszene noch hoch hielt und hält, gibt es in Schweden nur noch lose Kontakte unter einigen Paddlern von damals, jedoch keine sportlichen Ambitionen mehr. Nach problematischen Skijakunterbringungen ist auch ein Großteil des Bestandes an Booten verschwunden und steht nicht mehr zur Verfügung.


Im Sommer 2021 kam es nun zum Wiedersehen. Im Rahmen einer ausgedehnten Skandinavientour besuchten Robert und Gerlinde Koch auch die Region um Stockholm.

Fototext: Skijakbefahrung am Mälaren bei Schloß Gripsholm (oben links und rechts); aktives Wiedersehen von Gerlinde und Robert Koch mit Tyrel Jonsson in der Seenkette bei Laxne (unten) ... mit Skijaktour, Lunch und Erinnerungsaustausch

Tyrel Jonsson, der in Laxne nahe Schloß Gripsholm am Mälarsee lebt, organisierte mehrere Treffen und stellte sich nach 35 Jahren auch wieder aktiv auf die Skijaks. Der erste Versuch endete zwar mit einem Bad im See, doch im zweiten Versuch klappte es und brachte eine gewisse nostalgische Euphorie zurück.

Neben zahlreichen Gesprächen und Informationsaustausch wurden dann auch bereits Pläne geschmiedet, die ein Wiederentfachen der alten Beziehungen zwischen Schweden und Trofaiach als Ziel für die kommenden Jahre beinhalteten. Und Tyrel Jonsson versprach neben der Kontaktaufnahme mit ehemaligen Skijakgrößen seiner Heimat auch jegliche Unterstützung in der Aufarbeitung der Historie aus den höchst erfolgreichen Jahren im vergangenen Jahrhundert …

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