Zurück auf Skijaks im Gesäuse

Aktualisiert: Nov 10

Warum in die Ferne schweifen – das Gute liegt so nah … nach rund 15-jähriger Absenz kehrten Trofaiachs Skijaksportler an einen der Hauptaktivitätspunkte der „goldenen Ära“ der 1980-er- und 90-er-Jahre zurück: die Enns im Gesäuse zwischen Johnsbach und Gstatterboden. Und für „Urgestein“ Robert Koch war es ein Wiedersehen mit jenem Fluss, an dem vor 40 Jahren das Abenteuer „Wassergehen“ so richtig begann.

Die Idee kam spontan, die Umsetzung zeigte Potential. Innerhalb weniger Stunden wurde dank moderner Kommunikationstechnologie aus einem Plan eine tolle Aktion und 4 Skijaksportler vom ASK Raiffeisenbank Trofaiach nutzten das spätsommerliche Herbstwetter zu einer aufregenden Skijaktour auf der Enns im Gesäuse.

„Im Oktober 1981 befuhren einige Sportstudenten als Testpersonen im Rahmen einer sportwissenschaftlichen Arbeit erstmals die Enns im Gesäuse ... der Beginn einer Erfolgsgeschichte!“

Auf der Strecke im Nationalpark Gesäuse zwischen Johnsbach und Gstatterboden hatte vor rund 4 Jahrzehnten eine Ära intensiver Skijakaktivitäten begonnen und zwischen 1984 und 1998 kam hier eine Vielzahl an Wettbewerben bis hin zur Österreichischen Meisterschaft zu Austragung.

Auch wurden zahlreiche Anfängerkurse samt Outdoorcamps in den sanften Wellen des Gesäuseflusses absolviert. Dann war plötzlich Schluss und lediglich ASK-Obmann Robert Koch kehrte 2006 anlässlich des 25-jährigen Jubiläum mit seinen Söhnen Alex und Nick hierher zurück.


Für Koch begann an der Enns eine unglaubliche Phase, in der sich der Skijaksport vom kleinen „Familienunternehmen“ Strohmeier zum anerkannten und höchst attraktiven Wassersport entwickelte. Dabei war der Start damals einigermaßen holprig: „Es waren meine ersten Schritte auf Wildwasser und die Befahrung endete schon bald in den Fluten der Enns!“ Trotzdem konnte diese erste Erfahrung den Tatendrang nicht bremsen – bis heute nicht.

So folgten er und Sohn Alex spontan der Einladung von Skijaksektionsleiter Wolfgang Judmaier und Bernd Lierzer und die 4 machten sich begleitet von zahlreichen Augen vieler Schaulustiger im Nationalpark auf in die Fluten der Enns. Dass die Enns in all den Jahren ihren Lauf und ihre Intensität stets verändert, mussten auch die Skijakfahrer zur Kenntnis nehmen. Vielleicht hatte man „vergessen“ oder „verdrängt“, dass die Enns in diesem Bereich zur Kategorie WW 3 zählt … so gewann man nach erfolgreicher Absolvierung der rund 6,5 km langen Strecke sowohl die Erfahrung neuer Herausforderungen und Schwallstrecken, als auch die Erkenntnis, wie nahe wirklich Gutes sein kann. Spätestens beim verdienten Bier im Camp war die Rückkehr zum Triumph gewachsen und der Skijak-Historie ein neues Kapitel angefügt …





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