Skijaks günstig abzugeben …!

Aktualisiert: 11. Juli

Von einer Erfolgsmeldung mit bitterem Beigeschmack konnten Anfang Juli Trofaiachs unermüdlicher „Kurbler“ zur Erhaltung des Skijaksports, Wolfgang „Judi“ Judmaier und Robert „Cook“ Koch, berichten – 5 Paar Skijaks fanden den Weg zurück aus Bayern ins „Austria Skijak Center“.

Beladen des Skijakanhängers in Kochel am See: Wolfgang Judmaier (li.) und Heiko Fröhlich
10 Stück Skijaks fanden den Weg in die Heimat

Mitte Juni traf ein E-Mail aus Bayern bei ASK-Obmann Robert Koch mit folgendem Inhalt ein: „Servus Robert, ich hätte 5 Paar Skijaks abzugeben, die bei mir nur noch rum liegen. Könntet Ihr die im Verein vielleicht brauchen …?“ Und ob!?!


Nach kurzem, intensivem Mailverkehr war die Sache rasch abgeklärt, denn bei dem anfragenden Heiko Fröhlich handelte es sich um den Betreiber des letzten offiziellen Skijakstandortes der Welt außerhalb Österreichs in Lenggries und Bad Tölz. Anfang der 2000-er Jahre hatte er begonnen, das „Walking on water“ im Stile von „Nordic Walking“ in Südbayern salonfähig zu machen, und sich 5 Paar der letzten Produktion der Fa. Strohmeier bei Gebhard Gruber in Ternitz und 2 weitere gebraucht in Salzburg gekauft.

„Ich bin so froh, dass die Skijaks noch gebraucht werden und ich sie nicht entsorgen muss“
Wolfgang Judmaier beim Verladen
Strahlende Gesichter nach getaner Arbeit

Anfangs war das Interesse sehr hoch, vor allem die deutschen Medien zeigten sich von der Sache höchst angetan. Unzählige TV-Sender, Zeitungen und Magazine berichteten vom „Wassergehen“ in Bayern und bescherten der Outdoorfirma Montevia ausgezeichnete Publicity. Doch die anhaltende Integration des Skijaksports ins Eventprogramm des engagierten Unternehmers blieb aus, der Einsatz als Aktivevent sank wieder ab. „Es war den Leuten offensichtlich etwas zu schwierig und zu aufwändig“, analysiert Heiko Fröhlich aus heutiger Sicht seine Versuche. „Und das Aufkommen der Stand-up-Paddels gab dem Bestreben den Rest!“

Anfangs herrschte viel Medieninteresse ...
... zahlreiche Reporter probierten es selbst aus.
Heiko Fröhlich freute sich über die Geschenke aus der Steiermark und über die Einladung auf die Salza

So kam es, wie es kommen musste, und die Skijaks verschwanden in der Garage des umtriebigen Bayern. Der Rest ist schnell erzählt: er war per Internet auf die Trofaiacher gestoßen und nach ein paar Mails war die Übergabe an den „letzten aktiven Skijakverein“ beschlossene Sache. „Ich bin so froh, dass sie noch gebraucht werden und ich sie nicht entsorgen muss“ zeigte sich Heiko Fröhlich erleichtert und freute sich über die überreichten Gastgeschenke ebenso wie über die Einladung in die Steiermark und zu einer Paddeltour auf der Salza.

Erfolgreicher Bayern-Trip
Verdiente Stärkung

Die Abholung der Skijaks samt Paddeln und Spritzdecken erfolgte nun am 7.7. und Wolfgang Judmaier und Robert Koch machten sich persönlich auf den Weg, um die für die Erhaltung des Sports sehr wichtige Aufstockung des heimischen Skijakbestandes durchzuführen. Nach einem 12-stündigen Trip nach Kochel am See bei Bad Tölz hatten Anhänger und Beladung schließlich den Weg in die klubeigene Bootsgarage gefunden und als bitterer Beigeschmack blieb letztlich die Erkenntnis, dass der ASK und das „Austria Skijak Center“ am Trabochersee die letzte „Bastion des Wassergehens“ geworden ist.









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